Mit Zonen teilen Sie einen Raum in Bereiche auf, die der Präsenzmelder KL MZ getrennt meldet: Sofa, Schreibtisch, Esstisch, Bett. So schaltet sich das Licht am Schreibtisch ein, während die Leselampe am Sofa ausgeschaltet bleibt. Hier lesen Sie, welche Zonen es gibt, wie Sie sie zeichnen oder vor Ort einlernen und wie Sie Störquellen und Spiegelungen ausblenden.
Kurz gesagt: Welche Zonen hat der Präsenzmelder KL MZ?
Der KL MZ kennt drei Arten von Zonen und eine Grenze, zusammen 13. Erkennungszonen melden, ob in einem Bereich jemand ist. Verweilzonen werden mit einer Erkennungszone verknüpft und halten dort die Präsenz, wo man lange still sitzt oder liegt. Störzonen blenden Stellen aus, an denen sich etwas bewegt, das kein Mensch ist. Die Grenze legt fest, wo der Raum endet.
| Wozu | Anzahl | Form | Anlegen | |
|---|---|---|---|---|
| Erkennungszone | meldet Präsenz für einen Bereich getrennt | 4 | Rechteck oder Vieleck mit bis zu 8 Ecken | zeichnen, Ecken setzen oder Aufenthalt lernen |
| Verweilzone | gibt einer Erkennungszone eine Verweilzeit, damit Stillsitzen nicht als gegangen gilt | 4 | wie die verknüpfte Erkennungszone | mit einer Erkennungszone verknüpfen |
| Störzone | blendet Ventilator, Gardine oder Lüftung aus | 4 | Rechteck | zeichnen oder Raum einlernen |
| Grenze | schließt alles außerhalb des Raums aus | 1 | Vieleck mit bis zu 16 Ecken | zeichnen oder Ecken setzen |
Bevor Sie Zonen anlegen
- Montageart festlegen. Wählen Sie unter Einstellungen „Decke“ oder „Wand / Ecke“. Ein späterer Wechsel setzt alle Zonen, die Grenze und den Erkennungsbereich zurück. Wo der Präsenzmelder am besten hängt, steht in Präsenzmelder montieren.
- Den Raum einmal ablaufen. Die graue Fläche im Radarbild zeigt, wo der Präsenzmelder schon jemanden erkannt hat. Gehen Sie den Raum mehrmals ganz ab, die Fläche wächst dabei von selbst. Erst danach sehen Sie, ob Ihre Zonen im erfassten Bereich liegen.
- Nachlauf kurz stellen. Mit wenigen Sekunden Nachlauf sehen Sie beim Einrichten sofort, ob eine Zone frei wird.
Bewegung erkennt der KL MZ bis etwa 6 m, ruhende Personen bis etwa 4 m. Das zählt bei der Wahl des Montageorts: Hängen Sie den Präsenzmelder so, dass Sitzplätze und Betten höchstens etwa 4 m entfernt sind.

Erkennungszonen zeichnen
- Klicken Sie in der Oberfläche des Präsenzmelders auf „Zonen“. Das Menü klappt auf und die Zonen lassen sich bearbeiten. Ein zweiter Klick auf „Zonen“ beendet das Bearbeiten.
- Schalten Sie unter „Erkennungszonen“ eine Zone ein. Sie erscheint im Radarbild.
- Ziehen Sie die Zone an ihrer Fläche an die richtige Stelle und an den Anfassern auf die richtige Größe. Am Touchscreen halten Sie die Fläche einen Moment fest, bis die Zone hervorgehoben wird.
- Für schräge Bereiche wechseln Sie mit dem Symbol neben dem Schalter vom Rechteck zum Vieleck. Jede Ecke lässt sich einzeln verschieben, das „+“ auf einer Kante fügt eine Ecke ein, bis zu acht sind möglich.
- Geben Sie der Zone unter „Zonen Namen“ einen Namen, zum Beispiel „Sofa“. Unter diesem Namen kommt sie auch im Smart Home an.


Zonen dürfen sich überlappen, eine Zone kann auch ganz in einer anderen liegen. Verdeckt eine Zone eine andere, blenden Sie die obere über ihr Farbfeld aus, solange Sie die untere bearbeiten.
Zonen vor Ort einlernen
Statt eine Zone zu zeichnen, können Sie sie im Raum abgehen: Der Präsenzmelder misst, wo Sie stehen, und legt daraus die Zone an. Das ist genauer als Schätzen am Bildschirm, weil Sie nicht wissen müssen, wie viele Meter das Sofa vom Präsenzmelder entfernt steht. Während des Einlernens darf nur eine Person im Raum sein.

Ecken setzen: für Bereiche mit klaren Kanten
- Wählen Sie unter „Bereich“ die Erkennungszone und klicken Sie auf „Ecken setzen“.
- Stellen Sie sich an die erste Ecke der Zone und tippen Sie auf „Punkt setzen“. Bleiben Sie stehen, bis die Ecke mit ihrer Nummer im Radarbild erscheint.
- Gehen Sie so alle Ecken ab, mindestens drei, höchstens acht.
- „Fertig“ speichert die Zone. „Letzten löschen“ nimmt die letzte Ecke zurück, „Abbrechen“ lässt die Zone, wie sie war.
Aufenthalt lernen: für Sitzplatz, Schreibtisch und Bett
- Wählen Sie unter „Bereich“ die Erkennungszone und stellen Sie die Lerndauer ein.
- Klicken Sie auf „Aufenthalt lernen“, gehen Sie an den Platz und tippen Sie auf „Start“.
- Verhalten Sie sich, während die Sekunden herunterzählen, wie später im Alltag: sitzen, sich zurücklehnen, am Schreibtisch arbeiten.
- Aus den gemessenen Positionen entsteht die Zone mit etwas Rand. „Fertig“ speichert sie, „Neustart“ misst noch einmal.

Verweilzonen: damit das Licht beim Stillsitzen anbleibt
Wer liest, fernsieht oder schläft, bewegt sich manchmal minutenlang kaum. Eine Verweilzone überbrückt solche Aussetzer: Ihre Verweilzeit legt fest, wie lange der Präsenzmelder wartet, bevor er eine Person dort als gegangen meldet.
- Verknüpfen Sie die Verweilzone mit der Erkennungszone, an der man sich aufhält, etwa Sofa, Bett oder Schreibtisch: In der Zeile der Verweilzone wählen Sie dazu die Erkennungszone aus. Die Erkennungszone bekommt dann die Verweilzeit, die Verweilzone erscheint nicht mehr als eigene Fläche.
- Home Assistant und andere Smart-Home-Systeme sehen nur die Erkennungszonen. Die Verweilzeit wirkt über die verknüpfte Erkennungszone.
- Verknüpfen Sie keine Erkennungszone an einer Tür oder am Rand des Erkennungsbereichs. Wer dort den Raum verlässt, gilt sonst noch die ganze Verweilzeit als anwesend.
- Ist die Erkennungszone ein Vieleck, gilt die Verweilzeit in dem Rechteck, das sie umschließt; es erscheint gestrichelt.
- Eine Verweilzone ohne verknüpfte Erkennungszone ist ein Sonderfall, den Sie im Alltag nicht brauchen.

Störzonen: Ventilator, Gardine und Lüftung ausblenden
Radar erkennt jede Bewegung, auch die einer Gardine vor dem offenen Fenster. In einer Störzone wertet der Präsenzmelder nichts aus. Sie können Störzonen zeichnen wie jede andere Zone oder den Präsenzmelder selbst suchen lassen:
- Schalten Sie ein, was stören könnte: Ventilator, Lüftung, Fenster auf Kipp.
- Wählen Sie unter „Bereich“ den „Raum“, stellen Sie die Lerndauer ein (ab Werk 60 Sekunden) und klicken Sie auf „Raum einlernen“.
- Verlassen Sie den Raum. Dafür bleiben Ihnen 20 Sekunden.
- Der Präsenzmelder legt für jede Störquelle eine Störzone an, bis zu vier. Bleiben Sie draußen, bis die Lerndauer abgelaufen ist, sonst wird auch Ihr Platz zur Störzone.

Ein Saugroboter lässt sich so nicht ausblenden, weil er durch den ganzen Raum fährt. Mit einer niedrigeren Empfindlichkeit reagiert der Präsenzmelder nicht mehr auf ihn, erkennt dann aber auch ruhiges Sitzen weniger sicher. Alternativ übergehen Sie die Meldung in der Automation, solange der Roboter saugt.
Die Grenze: wo der Raum endet
Radarwellen spiegeln sich an Glas, Spiegeln und glatten Flächen. Der Präsenzmelder zeigt dann Personen an Stellen, an denen niemand ist, etwa hinter der Fensterscheibe oder im Nebenraum. Mit der Grenze legen Sie fest, wo der Raum endet: Was außerhalb liegt, belegt keine Zone und löst weder Präsenz noch Sirene aus.
- Wählen Sie unter „Bereich“ die „Grenze“ und klicken Sie auf „Ecken setzen“.
- Hängt der Präsenzmelder an der Wand, fragt die Leiste zuerst, ob er flach „An der Wand“ oder „In der Ecke“ sitzt.
- Stellen Sie sich in jede Raumecke und setzen Sie dort einen Punkt. An der Wand beginnen Sie an einer Seitenwand nahe dem Präsenzmelder und enden an der anderen; in der Ecke gehen Sie alle übrigen Raumecken einmal rundherum ab.
- „Fertig“ speichert die Grenze. Sie liegt 30 cm außerhalb Ihrer Punkte, damit auch jemand dicht an der Wand noch zählt.

Legen Sie die Grenze nicht zu eng. Wird jemand, der im Raum steht, im Radarbild grau angezeigt, liegt die Grenze an dieser Stelle zu weit innen.
Nachlauf je Zone
Der Nachlauf bestimmt, wie lange eine Zone belegt bleibt, nachdem dort niemand mehr erkannt wird. Ab Werk gilt für alle Zonen der „Nachlauf Raum“ aus den Einstellungen. Schalten Sie dort „Nachlauf je Zone“ ein, bekommt jede Erkennungszone eine eigene Zeile „Nachlauf“: von „keine“ über 1 Sekunde bis 10 Minuten oder „wie Raum“. Ein kurzer Nachlauf passt zum Flur, ein langer zum Lesesessel.
Zonen im Smart Home nutzen
Jede aktive Erkennungszone erscheint in Ihrem Smart Home unter dem Namen, den Sie vergeben haben, und zeigt an, ob sich gerade jemand darin aufhält. Verweil- und Störzonen erscheinen dort nicht. Dazu meldet der KL MZ die Präsenz im ganzen Raum und die Zahl der erkannten Personen, bis zu vier. Über MQTT legt Home Assistant die Erkennungszonen automatisch an. Wie Sie die Verbindung einrichten, lesen Sie in Präsenzmelder für Home Assistant. Ein Beispiel mit zwei Lichtzonen finden Sie in Intelligente Lichtsteuerung mit dem Präsenzmelder KL MZ.
Auch der Alarm lässt sich an eine Zone binden: Die Sirene reagiert dann nur auf Präsenz in dieser einen Zone, zum Beispiel an der Terrassentür.
Häufige Fragen zu den Zonen
Wie viele Zonen hat der Präsenzmelder KL MZ?
13: vier Erkennungszonen, vier Verweilzonen, vier Störzonen und eine Grenze.
Dürfen sich Zonen überlappen?
Ja. Zonen dürfen sich überlappen, und eine Zone kann ganz in einer anderen liegen.
Was passiert mit den Zonen, wenn ich die Montageart ändere?
Beim Wechsel zwischen „Decke“ und „Wand / Ecke“ werden alle Zonen, die Grenze und der Erkennungsbereich zurückgesetzt. Legen Sie die Montageart deshalb zuerst fest.
Warum wird eine Person im Radarbild grau angezeigt?
Sie steht außerhalb der Grenze und wird nicht ausgewertet. Steht sie in Wahrheit im Raum, liegt die Grenze dort zu weit innen.
Kann ich meine Zonen sichern?
Ja. Unter System laden Sie die gesamte Konfiguration als Datei herunter, unter Update spielen Sie sie wieder ein.
Alle Daten zum Gerät stehen auf der Produktseite des Präsenzmelders KL MZ. Welches Modell zu Ihrem Raum passt, zeigt die Übersicht aller Präsenzmelder.