Smarte Alarmanlage mit Senvolon Präsenzmelder KL MZ & Home Assistant
Smarte Alarmanlage mit Senvolon Präsenzmelder KL MZ & Home Assistant

So baust du dir in einem Nachmittag eine eigene Alarmanlage, die mehr kann als viele kommerzielle Lösungen – und das ohne monatliche Kosten.

Warum eine Alarmanlage?

Hand aufs Herz: Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, was passiert, wenn du nicht zu Hause bist? In Deutschland werden jedes Jahr rund 77.000 Einbrüche gemeldet. Das sind über 200 pro Tag. Die gute Nachricht ist, über ein Drittel der Einbruchsversuche scheitert, weil Sicherheitstechnik die Täter abschreckt oder frühzeitig Alarm schlägt.

Eine Alarmanlage gibt dir nicht nur ein besseres Sicherheitsgefühl, sondern sie wirkt auch präventiv. Sichtbare Sicherheitstechnik ist einer der wichtigsten Abschreckungsfaktoren. Und einige Versicherungen belohnen den Einsatz sogar mit günstigeren Beiträgen.

Allerdings sind kommerzielle Alarmsysteme oft teuer, an Cloud-Dienste gebunden und verlangen monatliche Gebühren. Das geht auch anders.

Warum Radar-Präsenzmelder ideal sind

Klassische Bewegungsmelder (PIR-Sensoren) haben zwei entscheidende Schwächen:

  1. Sie erkennen nur Bewegung. Steht jemand still, weil er lauscht oder sich versteckt, wird er nicht erkannt.
  2. Sie kennen keine Zonen. Der gesamte Erfassungsbereich ist ein einziger, undifferenzierter Bereich. Eine gezielte Überwachung von Tür, Fenster oder Raumzonen ist nicht möglich.

Der Senvolon Präsenzmelder KL MZ löst beide Probleme auf einmal:

  • 60 GHz Radar erkennt auch absolut stillstehende Personen. Allein die Atemzüge reichen als Signal aus.
  • Bis zu 4 frei konfigurierbare Erkennungszonen pro Gerät: Du legst fest, welcher Bereich als „Tür“, „Fenster“ oder „Raum“ gilt und überwachst diese Bereiche separat und gezielt.
  • Doppelter Nutzen eines einzigen Sensors: Wenn die Alarmanlage deaktiviert ist, können dieselben Zonen für andere Zwecke genutzt werden. Zum Beispiel um das Licht automatisch ein- oder auszuschalten, wenn du den Raum betrittst oder verlässt.
  • Integrierte Sirene – das ist ein echter Unterschied zu anderen Sensoren: Kein externes Gerät nötig, in jedem Raum mit einem Präsenzmelder hast du direkt auch eine Sirene. Wird ein Alarm erkannt, werden alle Sirenen aktiv.
  • 100 % lokal – kein Cloud-Zwang, keine Abhängigkeit von Drittanbietern
  • MQTT-Integration – nahtlose und einfache Einbindung in Home Assistant
  • Klimasensoren inklusive – Temperatur, Luftfeuchte, Luftdruck und Helligkeit als Basis für weitere Automatisierungen

In Kombination mit Home Assistant wird daraus ein vollwertiges, smartes Alarmsystem. Flexibel, erweiterbar und ganz ohne laufende Kosten.

Kostenvergleich: Fertiglösung vs. DIY

System Anschaffung Monatliche Kosten Cloud-Zwang
Vergleichbare Fertig-Alarmanlage 500–1.000 € 10–30 €/Monat meistens
DIY mit Senvolon + Home Assistant 300–450 € 0 € Nein

Rechenbeispiel DIY:

  • 3× Senvolon Präsenzmelder KL MZ: 3 × 99 € = 297 €
  • Home Assistant auf vorhandenem Raspberry Pi oder Mini-PC: 0–150 €
  • Gesamt: ca. 300–450 €, keine laufenden Kosten

Nach 2 Jahren mit einer Cloud-basierten Fertiglösung (bei 15 €/Monat) hättest du bereits 360 € allein für das Abo ausgegeben und bist trotzdem auf PIR-Erkennung ohne Zonen beschränkt.

Was wird benötigt?

Komponente Details Kosten
2–3× Senvolon Präsenzmelder KL MZ Im Shop bestellen je 99 €
Home Assistant Auf Raspberry Pi 4/5, Mini-PC oder NUC 0–150 €
WLAN-Router Vermutlich bereits vorhanden 0 €
USB-C Netzteile 5V/2A je Melder (USB-C Kabel liegt bei) 0–10 €
Smartphone Für Benachrichtigungen (HA Companion App) vorhanden

Keine separate Zentrale, kein Gateway, keine zusätzliche Sirene nötig.

Schritt-für-Schritt: Deine Alarmanlage einrichten

Schritt 1: Melder platzieren und montieren

Überlege dir, welche Räume du überwachen möchtest. Typische Aufstellung für eine Wohnung:

Raum Position Überwacht
Flur Wand gegenüber der Wohnungstür, 1,8 m Höhe Eingangsbereich
Wohnzimmer Wand mit Blick auf Balkontür, 1,8 m Höhe Balkontür & Raummitte
Schlafzimmer Wand mit Blick auf Fenster, 1,8 m Höhe Fensterbereich

Tipps zur Montage:

  • Montagehöhe: 1,50 – 2,00 m (Wand) oder an der Decke
  • Freie Sichtlinie zum Überwachungsbereich. Keine Möbel im Weg
  • Reflexionen vermeiden – nicht direkt gegenüber von Spiegeln oder großen Glasflächen
  • 120° Erfassungswinkel – der Melder erfasst kegelförmig den Raum vor ihm
  • Bei Deckenmontage: Je höher die Decke, desto größer der erfasste Bereich

Die Stromversorgung erfolgt per USB-C (Kabel liegt bei). Verlege das Kabel sauber an der Wand entlang oder nutze den internen 5V-Anschluss für eine versteckte Verkabelung.

Schritt 2: MQTT in Home Assistant einrichten

MQTT ist das Kommunikationsprotokoll zwischen deinen Meldern und Home Assistant. Du brauchst einen MQTT-Broker. Am einfachsten ist das Mosquitto Add-on in HA.

Mosquitto installieren:

  1. Gehe in Home Assistant zu Einstellungen → Add-ons → Add-on Store
  2. Suche nach „Mosquitto broker“ und installiere ihn
  3. Starte das Add-on und aktiviere „Beim Booten starten“

MQTT-Benutzer anlegen:

  1. Gehe zu Einstellungen → Personen → Benutzer
  2. Erstelle einen neuen Benutzer, z. B.:
    • Benutzername: mqtt_user
    • Passwort: sicheres_passwort

MQTT-Integration hinzufügen:

  1. Gehe zu Einstellungen → Geräte & Dienste → Integration hinzufügen
  2. Suche nach „MQTT“ und richte die Integration ein
  3. Broker: localhost (oder core-mosquitto), Port: 1883

Schritt 3: Melder mit WLAN und MQTT verbinden

Jeder Präsenzmelder hat eine eigene Weboberfläche zur Konfiguration.

  1. Ersteinrichtung: Der Melder spannt beim ersten Start ein eigenes WLAN auf. Verbinde dich damit und öffne die Konfigurationsseite im Browser.
  2. WLAN einrichten: Trage die Daten zu deinem Heim-WLAN (2,4 GHz) ein.
  3. MQTT konfigurieren unter „Verbindungen“:
    • Broker-Adresse: IP-Adresse deines Home Assistant (z. B. 192.168.1.100)
    • Port: 1883
    • Benutzername: mqtt_user
    • Passwort: sicheres_passwort
    • Topic: Der Name des Melders, z. B. Flur, Wohnzimmer oder Schlafzimmer. Dieser Name wird als Basis für alle MQTT-Nachrichten dieses Geräts verwendet.
  4. Zonen einrichten: Definiere unter „Zonen“ die Erkennungsbereiche und gib ihnen aussagekräftige Namen ohne Umlaute (Home Assistant übernimmt den Namen direkt):
    • Zone 1: Tür- oder Fensterbereich – z. B. Tuer oder Balkon für die frühzeitige Erkennung beim Einbruch
    • Zone 2: Raummitte – z. B. Raum erkennt Bewegung im gesamten Raum. Diese Zone lässt sich auch prima zur Lichtsteuerung nutzen, wenn die Alarmanlage deaktiviert ist. Licht geht automatisch an, wenn jemand den Raum betritt.
    • Optional: Störungszonen definieren, um Fehlalarme durch Ventilatoren, wehende Vorhänge o. Ä. zu vermeiden.
  5. Sirene: Die integrierte Sirene kann jederzeit per MQTT gesteuert werden. Das funktioniert unabhängig von jeder weiteren Konfiguration. Home Assistant übernimmt die Steuerung vollständig über die Automationen in Schritt 6.

Wiederhole die Schritte für jeden Melder.

Schritt 4: Sensoren automatisch in Home Assistant einbinden

Der Präsenzmelder unterstützt MQTT Auto-Discovery – sobald MQTT eingerichtet ist, meldet sich der Melder automatisch bei Home Assistant an. Du musst keine YAML-Konfiguration schreiben.

Mindestens die folgenden Entitäten werden dabei automatisch angelegt:

Entität Beschreibung Typ
Presence Präsenz im Raum (ja/nein) binary_sensor
Detection Anzahl erkannter Personen sensor
[Zonenname] Präsenz in der jeweiligen Zone binary_sensor
Siren Sirene ein/aus switch
Temperature Raumtemperatur sensor
Humidity Luftfeuchtigkeit sensor
Air Pressure Luftdruck sensor
Brightness Helligkeit sensor

Die Zonen erscheinen in Home Assistant mit genau dem Namen, den du im Präsenzmelder konfiguriert hast. Gibst du deinen Zonen sprechende Namen (ohne Umlaute), hast du direkt übersichtliche und leicht nutzbare Entitäten in HA.

Tipp: Benenne deine Geräte im Präsenzmelder nach dem Raum, in dem sie montiert sind (z. B. Flur, Wohnzimmer, Schlafzimmer). Dann sind alle Entitäten in Home Assistant direkt nach Raum sortiert. Die genauen Entity-IDs siehst du jederzeit unter Entwicklertools → Zustände.

Schritt 5: Alarm Control Panel einrichten

Das Alarm Control Panel ist die zentrale Schaltstelle deiner Alarmanlage in Home Assistant.

Standard-Installation (Home Assistant OS / Supervised)

Richte es über die Benutzeroberfläche ein:

Einstellungen → Geräte & Dienste → Integration hinzufügen → „Manual Alarm Control Panel“

Konfiguriere dabei:

  • Name: Alarmanlage
  • Schärfverzögerung (arming delay): 30 Sekunden – Zeit zum Verlassen der Wohnung
  • Auslöseverzögerung (trigger delay): 30 Sekunden – Zeit zum Entschärfen nach Rückkehr
  • Code: Dein persönlicher PIN

Docker-Installation (z. B. über Portainer)

Hinweis für Docker-Nutzer: Im Gegensatz zur Standard-Installation kann diese Integration in der Docker/Portainer-Version aktuell nicht über die Benutzeroberfläche eingerichtet werden. Sie muss manuell in die configuration.yaml eingetragen werden.

1. Zugriff auf die Konfigurationsdatei via SSH

Da Home Assistant in einem Docker-Container läuft, liegen die Konfigurationsdateien in einem geschützten Systemverzeichnis.

Öffne dein Terminal (PowerShell, CMD oder macOS Terminal) und verbinde dich:

ssh admin@192.168.1.100

Öffne die Konfigurationsdatei mit Administratorrechten im Nano-Editor:

sudo nano /var/lib/docker/volumes/HASS_Config/_data/configuration.yaml

2. YAML-Konfiguration einfügen

Scrolle in der Datei ganz nach unten und füge den folgenden Block ein. Achte darauf, dass alarm_control_panel: ganz links am Rand beginnt (keine Leerzeichen davor!):

# Manueller Alarm Control Panel
alarm_control_panel:
  - platform: manual
    name: Alarmanlage
    code: "0815"                # Dein persönlicher PIN
    delay_time: 30              # Zeit zum Entschärfen nach Rückkehr (Eingangsverzögerung)
    arming_time: 30             # Zeit zum Verlassen der Wohnung (Ausgangsverzögerung)
    trigger_time: 600           # Dauer des Alarms/Sirene (600 Sek = 10 Min)

Speichern & Beenden: Strg + O → Enter → Strg + X

3. Konfiguration prüfen und Neustart

  1. Öffne Home Assistant im Browser
  2. Navigiere zu Entwicklerwerkzeuge → Tab YAML
  3. Klicke auf Konfiguration prüfen
  4. Erscheint der grüne Text „Die Konfiguration verhindert nicht den Start…“, klicke auf Neu starten und bestätige

4. Bedienfeld zum Dashboard hinzufügen

Nach dem Neustart ist die Alarmanlage im System registriert und muss noch auf der Oberfläche sichtbar gemacht werden:

  1. Gehe auf deine Übersicht (Dashboard)
  2. Klicke oben rechts auf die drei Punkte → Dashboard bearbeiten
  3. Klicke auf Karte hinzufügen und suche nach Alarm-Zentralrechner (Alarm Panel)
  4. Wähle die Entität alarm_control_panel.alarmanlage aus und klicke auf Speichern

Schritt 6: Alarm-Automationen erstellen

Jetzt kommt das Herzstück: die Automationen, die aus deinen Sensoren eine echte Alarmanlage machen.

Wo bearbeite ich Automationen? Am einfachsten direkt in der HA-Oberfläche unter Einstellungen → Automationen → Automation erstellen. Alternativ kannst du die automations.yaml per File Editor Add-on (im Add-on Store) bearbeiten. Nach YAML-Änderungen: Einstellungen → System → Neu starten (oder Konfiguration neu laden).

Automation 1: Alarm auslösen bei Präsenz

- id: alarm_trigger_presence
  alias: "Alarm - Präsenz erkannt"
  description: "Löst den Alarm aus, wenn bei scharfer Anlage Präsenz erkannt wird"
  trigger:
    - platform: state
      entity_id:
        - binary_sensor.flur_presence
        - binary_sensor.wohnzimmer_presence
        - binary_sensor.schlafzimmer_presence
      to: "on"
  condition:
    - condition: state
      entity_id: alarm_control_panel.alarmanlage
      state: "armed_away"
  action:
    - action: alarm_control_panel.alarm_trigger
      target:
        entity_id: alarm_control_panel.alarmanlage

Automation 2: Sirenen aktivieren bei Alarm

- id: alarm_siren_on
  alias: "Alarm - Sirenen einschalten"
  description: "Aktiviert alle Sirenen wenn der Alarm ausgelöst wird"
  trigger:
    - platform: state
      entity_id: alarm_control_panel.alarmanlage
      to: "triggered"
  action:
    - action: switch.turn_on
      target:
        entity_id:
          - switch.flur_siren
          - switch.wohnzimmer_siren
          - switch.schlafzimmer_siren

Automation 3: Sirenen ausschalten beim Entschärfen oder nach 5 Minuten

- id: alarm_siren_off
  alias: "Alarm - Sirenen ausschalten"
  description: "Deaktiviert alle Sirenen beim Entschärfen oder nach 5 Minuten"
  trigger:
    - platform: state
      entity_id: alarm_control_panel.alarmanlage
      to: "disarmed"
    - platform: state
      entity_id: alarm_control_panel.alarmanlage
      to: "triggered"
      for:
        minutes: 5
  action:
    - action: switch.turn_off
      target:
        entity_id:
          - switch.flur_siren
          - switch.wohnzimmer_siren
          - switch.schlafzimmer_siren

Gut zu wissen: Die Sirenen schalten sich in zwei Fällen automatisch aus: Wenn du die Anlage entschärfst – oder spätestens nach 5 Minuten.

Schritt 7: Benachrichtigungen einrichten

Du willst natürlich, auch wenn du nicht zu Hause bist, sofort wissen, wenn etwas passiert ist.

Automation 4: Push-Benachrichtigung bei Alarm

- id: alarm_notification
  alias: "Alarm - Push-Benachrichtigung"
  description: "Sendet eine Benachrichtigung bei Alarm-Auslösung"
  trigger:
    - platform: state
      entity_id: alarm_control_panel.alarmanlage
      to: "triggered"
  action:
    - action: notify.mobile_app_dein_handy
      data:
        title: "🚨 ALARM!"
        message: >
          Präsenz erkannt! Alarm wurde ausgelöst.
          Zeitpunkt: {{ now().strftime('%H:%M:%S') }}
        data:
          priority: high
          ttl: 0
          channel: alarm

Tipp: Installiere die Home Assistant Companion App auf deinem Smartphone. Der Benachrichtigungsdienst wird automatisch als notify.mobile_app_dein_handy verfügbar – der genaue Name richtet sich nach dem Gerätenamen in der App.

Schritt 8: Dashboard erstellen

Ein übersichtliches Dashboard gibt dir auf einen Blick den Status deiner Alarmanlage. Hier eine Lovelace-Konfiguration:

title: Alarmanlage
views:
  - title: Übersicht
    path: alarm
    icon: mdi:shield-home
    cards:
      # Alarm-Panel
      - type: alarm-panel
        entity: alarm_control_panel.alarmanlage
        name: "Alarmanlage"
        states:
          - arm_away

      # Raum-Übersicht
      - type: horizontal-stack
        cards:
          - type: entities
            title: "🚪 Flur"
            entities:
              - entity: binary_sensor.flur_presence
                name: "Präsenz"
              - entity: sensor.flur_detection
                name: "Personen"
              - entity: binary_sensor.flur_tuer
                name: "Zone Tür"

          - type: entities
            title: "🛋️ Wohnzimmer"
            entities:
              - entity: binary_sensor.wohnzimmer_presence
                name: "Präsenz"
              - entity: sensor.wohnzimmer_detection
                name: "Personen"
              - entity: binary_sensor.wohnzimmer_balkon
                name: "Zone Balkon"

          - type: entities
            title: "🛏️ Schlafzimmer"
            entities:
              - entity: binary_sensor.schlafzimmer_presence
                name: "Präsenz"
              - entity: sensor.schlafzimmer_detection
                name: "Personen"
              - entity: binary_sensor.schlafzimmer_fenster
                name: "Zone Fenster"

      # Sensordaten
      - type: horizontal-stack
        cards:
          - type: sensor
            entity: sensor.flur_temperature
            name: "Flur"
            graph: line
          - type: sensor
            entity: sensor.wohnzimmer_temperature
            name: "Wohnzimmer"
            graph: line
          - type: sensor
            entity: sensor.schlafzimmer_temperature
            name: "Schlafzimmer"
            graph: line

      # Letzte Ereignisse
      - type: logbook
        entities:
          - alarm_control_panel.alarmanlage
          - binary_sensor.flur_presence
          - binary_sensor.wohnzimmer_presence
          - binary_sensor.schlafzimmer_presence
        hours_to_show: 24
        title: "Letzte Ereignisse"

Tipp: Die genauen Entity-IDs deiner Zonen (z. B. binary_sensor.flur_tuer) findest du unter Entwicklertools → Zustände in Home Assistant. Passe die Entity-IDs im Dashboard entsprechend an.

Erweiterte Tipps

Zonen clever nutzen

Jeder Präsenzmelder bietet bis zu 4 Erkennungszonen. Nutze das gezielt:

  • Zone 1 direkt auf Tür oder Fenster ausrichten → frühzeitige Erkennung bereits beim Einstieg
  • Zone 2 auf die Raummitte → erkennt jede Bewegung im Raum
  • Zonen zur Lichtsteuerung: Wenn die Alarmanlage deaktiviert ist, können dieselben Zonen für smarte Beleuchtungsautomationen genutzt werden – Licht geht an, sobald jemand die Zone betritt, und aus, wenn sie verlassen wird.
  • Störungszonen definieren, um Fehlalarme durch bekannte Quellen (Ventilator, Vorhang) zu unterdrücken

Zeitpläne einrichten

Schärfe die Anlage automatisch nachts oder wenn du das Haus verlässt:

- id: alarm_auto_arm_night
  alias: "Alarm - Nachts automatisch schärfen"
  trigger:
    - platform: time
      at: "23:00:00"
  action:
    - action: alarm_control_panel.alarm_arm_away
      target:
        entity_id: alarm_control_panel.alarmanlage
      data:
        code: "DEIN_CODE"  # Gleichen Code wie bei der Einrichtung verwenden

- id: alarm_auto_disarm_morning
  alias: "Alarm - Morgens automatisch entschärfen"
  trigger:
    - platform: time
      at: "06:30:00"
  action:
    - action: alarm_control_panel.alarm_disarm
      target:
        entity_id: alarm_control_panel.alarmanlage
      data:
        code: "DEIN_CODE"  # Gleichen Code wie bei der Einrichtung verwenden

Automatische Aktivierung beim Verlassen des Hauses

Noch komfortabler: Die Anlage schärft sich automatisch, sobald die letzte Person das Haus verlässt – ganz ohne manuelles Einschalten.

Home Assistant nutzt dafür die Zonen-Funktion (zone.home). Sobald der Zähler der Personen in der Zone home auf 0 fällt, wird die Automation ausgelöst.

- id: alarm_auto_arm_home_leave
  alias: "Alarm - Automatisch schärfen beim Verlassen"
  description: "Alarmanlage automatisch schärfen, wenn niemand mehr zu Hause ist"
  trigger:
    - platform: state
      entity_id: zone.home
      to: "0"
  action:
    - action: alarm_control_panel.alarm_arm_away
      target:
        entity_id: alarm_control_panel.alarmanlage
      data:
        code: "DEIN_CODE"  # Gleichen Code wie bei der Einrichtung verwenden

Voraussetzung: Die Home Assistant Companion App muss auf allen Smartphones der Haushaltsmitglieder installiert und die Standortfreigabe aktiviert sein. Nur dann kann HA erkennen, wann wirklich niemand mehr zu Hause ist.

Fenster-offen-Erkennung als Bonus

Die integrierten Klimasensoren liefern einen zusätzlichen Hinweis. Ein plötzlicher Temperaturabfall in einem Raum kann auf ein geöffnetes Fenster hindeuten.

Ausblick: So kannst du dein System erweitern

Deine Alarmanlage ist ein solides Fundament und mit Home Assistant sind die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt:

  • Kamera-Integration: Füge Kameras hinzu und lass bei Alarm automatisch ein Foto aufnehmen und an dein Handy senden.
  • Tür- und Fenstersensoren: Ergänze Zigbee-Kontaktsensoren für eine zusätzliche Erkennungsebene – zum Beispiel um direkt beim Öffnen einer Tür zu reagieren, noch bevor jemand in den Erfassungsbereich des Melders tritt.
  • Licht als Abschreckung: Lass bei Alarm automatisch alle Lichter einschalten. Das schreckt zusätzlich ab und simuliert Anwesenheit.
  • Benachrichtigung an Nachbarn: Sende bei Alarm eine Nachricht an vertrauenswürdige Personen, z. B. per Telegram-Bot oder Signal.
  • Weitere Senvolon Präsenzmelder: Erweitere dein System auf beliebig viele Räume. Jeder Melder bringt Radar-Erkennung, Zonen und eine eigene Sirene mit. Alle Geräte werden zentral über Home Assistant verwaltet.

Fazit

Mit wenigen Senvolon Präsenzmeldern KL MZ und Home Assistant hast du eine Alarmanlage, die in mehreren Punkten über klassische Fertiglösungen hinausgeht:

  • Integrierte Sirene in jedem Sensor – kein separates Gerät, kein zusätzlicher Aufwand. Alarm schlägt überall an, wenn er erkannt wird.
  • Frei konfigurierbare Zonen – du bestimmst, welche Bereiche überwacht werden und kannst Tür, Fenster und Raummitte separat im Blick behalten.
  • Doppelter Nutzen: Dieselben Zonen, die bei aktivierter Anlage den Alarm auslösen, können sonst die Beleuchtung steuern. Ein Sensor, zwei Aufgaben.
  • Volle Flexibilität: Dank Home Assistant kannst du Automationen, Zeitpläne und Benachrichtigungen genau nach deinen Bedürfnissen gestalten und das System jederzeit erweitern.
  • Keine laufenden Kosten, keine Cloud-Abhängigkeit, volle Kontrolle über deine Daten.

Bereit loszulegen?

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Bei Fragen hilft dir der Senvolon-Support gerne weiter: support@senvolon.de